Dienstag morgen, 9:45 Uhr am Frankfurter Flughafen. Menschen unterschiedlicher Kulturen auf dem Weg in unterschiedliche Kulturen. Noch schnell einen Kaffee trinken vorm Abflug. Hier im Café trifft Gabi Z., die Frau hinterm Tresen, eine Menge Leute, die ihr Glück in einem anderen Land probieren wollen. Zum Beispiel Giovanni C. aus Frankfurt-Griesheim, er ist auf dem Weg zu seinem neuen Job an die sonnige Côte d'Azur. Giovanni ist Animateur in einem Ferienclub an Frankreichs Mittelmeerküste. Der junge Frankfurter ist zweisprachig aufgewachsen, Deutsch und Italienisch, die Muttersprache seiner Eltern. Um in Frankreich arbeiten zu können, hat er seine Französischkenntnisse an einer hiesigen Sprachschule aufgebessert.
Am Tisch daneben sitzt Hasan G., er fliegt nach London. Der Student ist in Frankfurt für einen internationalen Bachelor-Studiengang eingeschrieben und will nun sein Auslandssemester in Großbritannien beginnen. Hasan will mal ein ganz Großer in der Wirtschaft werden, deshalb sind Erfahrungen im Ausland sehr wichtig für ihn. Man lernt andere Kulturen kennen und respektieren und nebenbei auch noch Englisch.
Direkt neben ihm sitzt seine Freundin Fatima M. Die Bornheimerin träumt davon, mal nach Spanien auszuwandern. Am liebsten nach Andalusien. Deshalb hat sie einen vierwöchigen Sprachkurs in Sevilla gebucht. Dort wird sie bei einer Familie wohnen und somit locker und entspannt den spanischen Alltag und die spanische Sprache kennen lernen.
Am Tresen sitzt Ivanka L., die diplomierte Chemikerin arbeitet bei einem internationalen Unternehmen. Ihr Flug geht nach Ungarn, dort wird sie die neue Abteilung ihrer Fachrichtung mit aufbauen.
Links von ihr steht John F., der gebürtige Frankfurter hat Warschau auf seinem Ticket stehen. Er macht dort ein Praktikum bei einem internationalen Pharma-Konzern. Der angehende Apotheker will im Rahmen seines Pharmazie-Studiums praktische Erfahrungen im Ausland sammeln.
Beispiele wie diese stehen für Menschen, für die Leben, Lernen und Arbeiten auch über die Landesgrenzen hinaus vorstellbar ist. Der 1. Europatag in Frankfurt am Main ist eine Plattform für alle im lern- und arbeitsfähigen Alter, die nicht nur über ihren Tellerrand hinausschauen, sondern auch hinausgehen möchten. So wird am 13. November 2003 von 9.30 bis 20.00 Uhr der Große Saal der IHK zum internationalen Parkett. Initiiert vom Arbeitsamt Frankfurt gemeinsam mit EURES (European Employment Service), dem Europabüro der Stadt Frankfurt am Main, der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer Rhein-Main werden sich Institutionen, Privatschulen und Unternehmen präsentieren und ihr Angebot rund um Leben, Lernen, Arbeiten in und für Europa vorstellen.
An über 30 Ständen kann man in eine „ferne“ Zukunft eintauchen. Sprachschulen, Business Schools, Unternehmen, Hochschulen, (Kultur-)Institutionen, Au Pair-Vermittlungen und internationale Beratungsstellen bieten mit ihren Expertinnen und Experten fundierte Informationen, wertvolle Tipps und individuelle Beratung. Zum Beispiel: Wie studiert man in Großbritannien? Welche Unterlagen braucht man für einen langfristigen Aufenthalt? Wie kommt man an ein Praktikum im Ausland? Darf man dort neben dem Studium noch arbeiten? Gibt es Stipendien?
In drei Räumen wird ein stündliches Vortragsprogramm über 20 Einblicke in Themen rund um Leben, Lernen und Arbeiten in und für Europa vermitteln, z. B. über eine kaufmännische deutsch-spanische Berufsausbildung, über internationale Bachelorprogramme im Bereich Tourismus, Marketing und Management, über die verschiedenen Möglichkeiten ins Ausland zu gehen wie Sprachreisen, Au pair, Praktika, High School- und Collegejahre, über die Anerkennung europäischer Bildungsabschlüsse und vieles mehr.
Europa ist für alle da!
Für den Orientierer, der noch keine Vorstellung hat, was die europäische Zukunft so bietet.
Für den Einsteiger, der seine ersten Schritte auf dem internationalen Parkett macht.
Für den Umsteiger, der neue Aufgaben außerhalb der eigenen Landesgrenzen sucht.